Auf den Spuren der Inkas

Wir sind zurueck! Nach ueber 4 Tagen im Urwald sind wir wieder in der Zivilisation angekommen… Aber erstmal langsam von Anfang an…

Unsere Tour auf den Spuren der Inkas zur religioesen Hauptstadt der Inkas, den Machu Picchu, begann einen Tag eher als geplant, da die peruanischen Taxifahrer wegen den gestiegenen Benzinpreisen einen Protest angesagt hatten. Also verbrachten wir einen Tag weniger in Cusco und begannen einen unvergesslichen 4 Tage Trip. Wir uebernachteten zuerst auf einen Campingplatz zwischen den Bergen. Gleich in der Naehe rauschte der Fluss und aller Stunden kam der Zug Richtung Aqua Caliente, der Stadt zum Fusse des Machu Picchu. An diesem Abend hatte ich die wohl groesste Sternschnuppe meines Lebens gesehen, welche sich ueber den ganzen Himmel mit einen langen Schweif erstreckte. Leider war ich der einzigste der dieses Spektakel sehen durfte und NEIN ich hab nicht wegen der Hoehenluft haluzinuiert..Nach einer kurzen Nacht wurden wir um 6 Uhr geweckt mit den freundlichen Worten „Good Morning! How do you sleep? Do you want Coca Tee?“ Das war echt herrlich! Am morgen ganz verschlafen aus den Zelt zu schauen und Tee zu schluerfen… Also los gings. Bei der Passkontrole wurde ein dicker fetter Inka Trail Stempel in unsere Paesse gepresst welcher uns noch Jahre lang an dieses Spektakel erinnern sollte. Wir passierten knapp 500 Hoehenmeter bis zu unseren ersten Camp und konnten am Wegesrand eine riesige Inkaruine bestaunen. Nach unserer Ankunft sind Marco, Tino und Ich (Mathi) erstmal in den eiskalten Bergbach baden gegangen. Es war saukalt. Ich koennte es auch mit meinen Fingern zeigen, aber ich glaube ihr koennt euch das schon vorstellen. 🙂 Essen wurde aufgetischt. Echt vom feinsten! Es gab an den vier Tagen nur das leckerste Essen. Um ein paar Highlights aufzuzaehlen: Jeweils drei Gaenge mit Vorsuppe (Tomatencreme, Spargel, Knoblauch), Hauptspeise (Huhn, Rind, Fisch, Pizza, Kartoffeln in verschiedensten Variationen, Buchstaben Reis (Jaa BUCHstabenreis 😉 ), Chillischotten) und Nachspeise (Schokoladenpudding, Wackelpudding, Torte, Salat). Wir dachten wir nehmen bei diesem Trip ab aber ich glaube das war wohl eher nicht der Fall. 21 Packer mit Koch sorgten fuer unser wohl (14 Personen), trugen Zelte, Essen und Stuehle. Nach einer Traumhaften Nacht mit millionen von Sternen und einer Milchstrasse, wie sie noch keiner von uns gesehen hat, begann nach um 5 Aufstehen der Aufstieg zum „Dead Womans Pass“, 4215m hoch. Unser Lager lag bei 3000m als 1200 Hoehenmeter Aufstieg lagen vor uns. Leider musste Matze bei Meter 3850 austeigen, da er Aufgrund einer Lebensmittelvergiftung (Wahrscheinlich durch das 1€ Menue) drei Tage kaum was gegessen hatte und deutlich geschwaecht war. Er kehrte zum Startpunkt zurueck und wir sollten ihn dann am letzen Tag beim Hoehepunkt unseres Trips beim Machu Picchu treffen. Wir drei quaelten uns indes zum Pass hoch. Es regnete in Stroemen, Wind bliess uns um die Ohren und die Luft wurde immer knapper. Die letzten Meter zum Gipfel waren echt eine Herausforderung. Es hagelte und der Weg wurde immer steiler. Doch wir hatten es geschafft. Nun ging es 600 Hoehenmetter runter zu unseren naechsten Lager. Der Weg bestand aus millionen nassen Stufen, was den Abstieg zu einen echten Kampf machten. WIr waren die ersten im Lager und wurden mit feurigen Applaus begruesst. Allerdings war es richtig kalt. Wir waren komplett nass, hatten kaum trockene Sachen mehr und waren total ausgelaugt. Auch das Skat spielen auf 3600 Meter ging nicht mehr so gut, da alle von uns nur noch quatsch gespielt hatten und das Nachdenken echt schwierig wurde. Dafuer sollten wir mit einen herrlichen dritten Tag belohnt werden. Nach einen erneuten Aufstieg auf 4000 Meter ging es durch Urwald, Tal und Berghaengen durch die Traumhafteste Landschaft die je einer von uns gesehen haben sollte. Viele alte Inkaruinen saeumten den Weg, welcher seit hunderten Jahren durch dichtes Felsgestein befestigt war. In unseren 4. Lager lies uns nur wenig Platz zum Schlaf uebrig den Aufstehen war auf um 4 angesetzt. Nach kurzen Fruehstueck ging es durch die Passkontrolle zum Sonnentor von dem man den ersten Blick auf Machu Picchu erhaschen sollte. Jedoch hingen die Wolken so tief, dass man genau nichts sehen konnte. So liefen wir zu den Ruinen der alten Stadt der Inkas und lauschten den Geschichten von unseren Guide Oskar, von uns auch liebevoll „Bue“ getauft, da er viele Witze machte uns sehr viel ueber sich selber lachte… Am Machu Picchu angelangt traffen wir Matze, wieder genesen, und Patty, welche zufaellig auch sich die Ruinen anschaute. Wir flanierten sehr lang durch die Ruinen, welche nach und nach vom Nebel freigelegt wurden und im herrlichsten Sonnenschein erstrahlten. Anschliessend ging es nach Aqua Callientes Essen und uebern Markt bummeln wo jeder von uns sein Geschick in Sachen Handeln unter Beweis stellte, wobei ich oefters als Uebersetzer fuer Zahlen ueber Zehn dienen durfte. Abends ging es mit Zug und Bus zurueck nach Cusco, in unser Hotel und in unser Bett. Fuer uns war das ein unvergessliches Abenteuer, von dem wir noch Jahre erzaehlen werden…

Startpunkt KM82 des Inka Trails

Die erste Inkastaette

Das erste Bier auf der Tour 😉

Das Bad im Bergbach

Regenhafter Aufstieg

Sportlich neben Erschoepft

Am Gipfel des 4215m Pass

Beim Enten beobachten

Eine weitere Inkastadt

Der Inka-Trail durch den Urwald

Kurz vor dem Ziel

Eine Orchidee fuer Mutti (Weil du die so magst…)

Zwei Wanderer auf der Suche nach Glueck

Aufmerksame Zuhoerer

Mathi vor Machu Picchu

Postkartenansicht

5 Dresdner Praesentieren sich

Das 4-Tagesziel erreicht und erschoepft

Blick vom Puerta del Sol, das Sonnentor

6 Responses to “Auf den Spuren der Inkas”

  1. Anka sagt:

    WOW!das war mit abstand der tollste bericht sowie die tollsten bilder mit den tollsten motiven.freu mich für euch dass ihr die möglichkeit habt,sowas zu erleben!hoffe es geht euch gut und das ihr glücklich seid.grüße an alle buben und matze, gute besserung.

  2. Tino-Mutti sagt:

    Hallo ihr Weltenbummler,auch ich verfolge eure Tour sehr interessiert,schaue jeden Tag in meinen Computer und bin froh immer mal paar Lebenszeichen von euch zu sehen….
    Ich muß auch feststellen, daß das der beste Reisebericht von euch ist und die Bilder sind auch super.
    Jungs könnt ihr mal mehr Fotos/Gesichter von den Menschen dort machen? wie z.B. das Foto „Das Lama,die Frau…“.
    Ich freue mich für euch und wünsche euch weiter eine schöne Reise mit vielen spannenden Erlebnissen und Eindrücken.

  3. Elke sagt:

    Hallo Ihr Vier, auch wenn wir uns nicht kennen freue ich mich, dass Ihr wohlbehalten von Eurem Inka-Trail zurück seid. Ich hoffe bald auf neue Berichte und Fotos. Bisher war es sehr interessant und unterhaltend. Weiter so!

  4. christian sagt:

    mathi, auf dem bild „5 dresdner präsentieren sich“, hast du da nen bierbauch?

  5. Mathi sagt:

    Das ist meine Sicherheitstasche! Gut getarnt als Bierbauch was als Deutscher ja ueblich ist…