Archive for Mai, 2009

Mein Leben in Mexiko

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Nun bin ich fast einen Monat in Mexico und hab mich jetzt ganz gut eingelebt. Seit vier Wochen geh ich arbeiten. Mein Arbeitgeber ist Sieena Software und ist ein Software Dienstleister fuer fast ausschliesslich amerikanische Kunden. Sieena beschäftigt ca. 50 Mitarbeiter in einen modernen Bürogebäude. Alle Mitarbeiter sind sehr freundlich und offen. In der Mittagspause findet seit zwei Wochen ein Tischtennisturnier statt, da wir eine Tischtennisplatte haben, in dem ich mich sehr gut behaupten kann. In der Mittagspause schauen wir auch manchmal Fußball, wie zum Beispiel heute das Championslegaue Finale Manchaster – Barcelona. Meine Arbeit liegt leider etwas am Stadtrand. Daher brauch ich zwei Busse um auf Arbeit zu kommen oder ein Arbeitskollege nimmt mich mit, welcher in meiner Nähe wohnt. Der öffentliche Personennahverkehr ist nicht der beste. Man brauch erstmal ne weile um den zu verstehen. Da such man schonmal eine halbe Stunde nach der Bushaltestelle oder wird wie ich gestern durch den Busfahrer der den Geschwindigkeitshügel übersehen hat fast vom Sitzt geschleudert. Aufjedenfall sollte man mit stabilen Magen Bus fahren. Ist manchmal wie Achterbahn, jedoch stets amüsant.
In den letzten Wochen hat sich eine gewisse Normalität eingeschlichen. Ich fahr so gegen 10 auf Arbeit und bin 20 uhr zurück. Ich koch dann Abendessen (Pasta, Chili con Carne, Huhn,  Kassler, Spiegelei, usw.) lass das Essen ne Stunde setzen bevor ich gegen neun halb zehn entweder 2 Stunden im Park 5 Minuten von meinem Haus mit Mexikanern Fußball spiele oder einfach nur einen nächtlichen 5000m Lauf mache. Auf den Sportplatz kommt man schnell mit den Mexikanern ins Gespräch, wird yu Partys und Fußballturnieren eingeladen. Letzten Sonntag zum Beispiel hatte ich mit einem Hobbyteam ein Turnierspiel vobei ich bei 37 Grad zwei Treffer zum 4:4 beisteuern konnte. Wenn ich nicht Fußball spiele in der Woche unterhalt ich mich mit meinen Mitbewohnern in der Küche zu einem Bierchen oder zum Pokern, was wir seit letztem Mittwoch wöchentlich eingeführt hatten. Bisher hab ich noch nix großen unternommen hier in Mexico. Ich hab also seit vier Wochen die Stadt nicht verlassen. Ist ganz okay um mal wieder Normalität nach dem ganzen rumreisen einzubringen. An den Wochenenden geh ich mit den verschiedesten Mexikanischen Freunden auf Party und haben viel Spaß. Mittlerweile kenn ich wirklich verdammt viele Leute hier. Sind alle sehr kontaktfreudig! Am Samstag habe ich zusammen mit Memo aus den Norden Mexico den „Cerro de la Silla“ bestiegen. Das ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt mit seinem 1600 Metern höhe deutlich über die 500 Meter von Monterrey. Der Aufstiegspunkt liegt nur 10 Taxi Minuten (2 Euro) von meinem Haus entfernt. 3 Stunden haben wir für den Aufstieg gebraucht, dabei machte uns die Hitze mächtig zu schaffen. Am Gipfel wurden wir mit einer traumhaften Aussicht, der 1100 Meter tiefer liegenden Stadt zu der Rechten und einen einsamen, bewaldeten Tal mit zahlreichen Gipfeln zu der Linken belohnt. Am Gipfel leisteten uns ein Eichhörnchen und Waschbären Gesellschaft und motivierten uns für den gerade mal 90 minütigen Abstieg.
Ansonsten ist das Leben nicht ganz so billig wie in anderen Teilen Mexikos. Pro Monat muss ich 500 Euro einplanen um halwegs anständig zu Leben. Exkursionen und Ausflüge ausgeschlossen. Davon stehen zwei nun an. Bei guten Wetter gehts am Samstag mit einigen Arbeitskollegen nach Matacanes, wo uns ein eintägiger Abenteuerausflug zu Wasserfällen, Stromschnellen und Unterwasserhöhlen erwartet.
Und in zwei Wochen fahr ich zusammen mit Freunden aus Mexico Stadt nach Acapulco, an der Atlantikküste Mexikos, da sie dort ein Haus haben. Einen kleinen Vorgeschmack also auf meine Reise nach meinem Praktikum….

Bilder folgen denk ich morgen.

Eilmeldung…

Mittwoch, Mai 13th, 2009

Heute hat es das erste mal seit meiner Ankunft geregnet. Ungefähr 10 Minuten lang…

Siesta Mexicana

Dienstag, Mai 5th, 2009

Mexico City wirkte wie ausgestorben. Wenig Autos. Wenig Menschen. Die Menschen auf der Strasse tragen alle Mundschutz. Eine seltsame Kulisse. Alles ist geschlossen, nur ein paar Supermaerkte sind offen.
Das war mein erster Eindruck von Mexico. Zuerst ueberwaelltigt von der Groesse Mexico Stadt von der Luft aus, dann durch die Ausnahmezustand geschockt.
Jedoch auch etwas sicher. Die Lage ist unter Kontrolle. Doch verbrachte ich meine ersten zwei Tage in Mexico nur in der Wohnung.
Ich hatte mich entschieden mit dem Flugzeug nach Monterrey zu fliegen um nicht mit 60 Leuten 14 Stunden im Bus zu sitzen. Zu meiner Freude war der Flug nur 10 Euro teurer und vom besten Service begleitet. (An dieser Stelle eien freundlichen Gruss an US Airways….)
In Monterrey wurde ich dann von Adriana, Sara, Gabi und Samuel von AIESEC empfangen und zu meiner Wohnung gefahren. Diese war schon ganz okay, jedoch verfuegte diese uber keine Klimanalage. Was normalerweise kein Problem fuer ich waere. Doch in der naechsten Nacht zeigte das Termometer 32 Grad an, was eindeutig zu heiss zum schlafen ist…
Am Sonntag wurde mir die Stadt gezeigt. Alles im allem sehr sauber und nett anzusehen. Jedoch war noch viel geschlossen, wenn auch in Monterrey es bisher keinen Fall von der Grippe gab. Dazu war es extremst heiss. Fast 40 Grad. Jedoch war eine Bootstour und der Stadtrundgang moeglich.
Gestern haette ich eigentlich schon mit Arbeiten anfangen sollen, jedoch sind aus Sicherheitsgruenden bis Mittwoch alle Firmen geschlossen. So gehts erst morgen los. Gestern war eher ein entspannter Tag, dem wir mit Wohnungssuche verbrachten. Heute konnte ich meine neue Wohnung beziehen. Etwas kleiner, jedoch mit TV und einen riesen Dachbalkon von dem man auf die ganze Stadt schauen kann. Die Kueche teile ich mir mit meinem Geschoss und denke daher auch mit den Leuten in Kontakt zu kommen.

Ich halt euch auf dem Laufenden. Bilder gibts hier :
http://picasaweb.google.com/captainmathi86/Mexico#

Ich war noch niemals in New York….

Freitag, Mai 1st, 2009

Dieses Lied schoss mir durch den Kopf als ich in San Juan fuer meinem Trip nach New York eingecheckt habe. Aber zuerstmal wurde ich von meiner Luftfahrgesellschafft erstmal enttaeuscht. Der Service der US Airways ist das letzte! Zuerst musste ich 15 Dollar fuer mein Gepaeck zahlen. Dann wurde ich sehr unfreundlich bedient. Im Flugzeug gabs das lang ersehnte Essen nur auf Bezahlung… Sowas! Wenigstens wurde ich damit entschaedigt, dass das Flugzeug genau  ueber die Innenstadt von New York geflogen ist und ich alles vom Fenster aus sehen konnte. New York bei Nacht ist echt genial! So als ich nun endlich angekommen war,  musste ich nun irgendwie mein Haus finden. Ich hatte nur die Adresse und ich solle doch das Taxi nehmen.  Doch die 40 Dollar wollt ich nicht ausgeben und versuchte mich mit den Oeffentlichen Verkehrsmittel durchschlagen. Was gar nicht so einfach war. Fernando, ein Colombianer der in New York lebt half mir mir die U-bahn zu finden. Ich hatte zwar ein mulmiges Gefuehl um 23:50Uhr Nachts die U-Bahn in New York zu nehmen. Schliesslich hab ich doch das Haus gefunden und hatte fuer die naechsten 4 Naechte eine Luftmatraze zum Schlafen im mitten von New York in Manhatten. Am naechsten Tag machte ich mich auf um allein die Stadt zu erkunden, da Cristina bei der ich unterkam beim Filmdreh war. New York ist riesig! Und toll! Zuerst legte ich mich mit einen Schachspieler im Park an und verlor das Match und 5$. Absolut keine Chance, der Kerl war zu gut. Dann wanderte ich weiter durch die Stadt, sah den Ground Zero, die Freiheitsstatue, die Wall Street und bin letztendlich auf das Empire State Buildung hoch gefahren, dass nun wieder hoechste Gebaeude New Yorks und mit 18$ ein Schnaeppchen… Danach gings zum Times Sqaure, danach in den Central Park zum ausspannen und Nachts nochmal zum Times Square. Da der Tag ein herrlichstes Wetter mit 28 Grad bot, hat ich fast alles tolles abgrasen koennen und viel erschoepft ins Bett. Am naechsten Tag stand Museum auf dem Program. Zuerst das American Museum of Nature, was sehr informativ jedoch voellig uberfuellt war. Anschliessend gings ins Metropolitan Museum of Art in dem ich mit voller Freude auch zwei Gemaelde von Dresden finden konnte. Danach war ich erstmal total kaput, schaute mir aber denoch Chinatown und die Brooklynbridge an, bevor ich mich mit einigen Couchsurfern zum Bier traf. Nachts machte ich noch ein paar tolle Aufnahmen von der Brooklyn Bridge obwohl ich dabei etwas Angst um meine Kamera hatte. Jedoch viel ich auch an diesen Abend sicher ins Bett. Am naechsten Tag hatte Cristina frei und wir gingen gemeinsam durch die Stadt. Mittlerweile waren es nur noch 13 Grad und der Pullover und die Jacke musste her! Auf dem Weg zum International Centrum of Photography, was nebenbeibemerkt ein Reinfall war, haben wir uns es nicht nehmen lassen mal bei Science Theologie Church vorbei zu schauen. Dort sahen wir uns ein Informationsvideo an und wehrten uns danach erfolgreich gegen die versuchte Gehirnwaesche. Aufjeden Fall ein Highlight. Spaeter sahen wir in einem Pub die erste Halbzeit vom UEFA-Cup Halbfinale HSV – Bremen und schlenderten danach noch etwas durch die Stadt. Mehr oder weniger ein entspannter Tag. Auch gut so, denn ich musste schon um 3 Uhr frueh aufstehen um durch verregnete New York zum Flughafen zu fahren. Naechste Station Mexico City. Ich war deutlich verunsicherte, da alle mir versuchten das mit Mexiko auszureden. Auch als ich in Mexiko ankam, konnte ich zunaechst meine Organisation nicht finden. Mir gings ganzschoen im Bauch rum, doch letztendlich fand ich drei Leute welche von AIESEC waren, mir Mundschutz, Desinfektionsspray und Fahrt zur Wohnung gaben. Die Stadt sah schon mystisch aus. Nur wenige Menschen auf der Strasse und alle mit Mundschutz. Alles in allem schuetzt sich die Stadt jedoch sehr gut gegen die Grippe und ich hab bis jetzt ein sehr gutes Gefuehl. Morgen gehst mit den Flieger nach Monterrey, wo am Monatg mein 3monatiges Praktikum bei Sienna Software beginnt…

Restliche Bilder von Puerto Rico hier:
http://picasaweb.google.com/captainmathi86/PuertoRico#5331039296103591778

Bilder von New York hier:
http://picasaweb.google.com/captainmathi86/NewYork#