Archive for Juli, 2009

1. Mexikoreise: 7. bis 9. Tag in der gefährlichsten Stadt der Welt

Montag, Juli 27th, 2009

Ciudad Juarez. Nach dem Time Magazine die gefährlichste Stadt der Welt. Täglich werden um die 20 Menschen durch Schusswaffen getötet. Der Bandenkrieg um das Drogengeschäft tobt und durch Entführungen wird das schnelle Geld gemacht. In diese Stadt hat mich eine gute Freundin aus Monterrey eingeladen, welche bei ihrer Familie über die Semesterferien wohnte. Ich kam erst nachts um 1 am Busbahnhof an und versuchte mit dem überaus inkompetenten Taxifahrer das Haus zu finden. Das Haus war eher ein Palast. In fast jeden Zimmer ein Flachbild-TV, Billardtisch und Minibar, Swimmingpool und unendlich viele Zimmer. Das ihre Familie nicht gerade arm war, hatte Denise mir verschwiegen… Am nächsten Tag zeigte Denise mir die Wüste, was so das ziemlich ereignisreichste in der Stadt ist. Eigentlich ist die Stadt durch ihre Partyszene bekannt, doch die jüngsten Morde verängstigten viele, sodass Abends die Straßen wie ausgestorben schienen. Auf die Fahrt in die Wüste und überhaupt auf jeder Fahrt begleitete uns Jose, die Leibwache. Ständig wachsam und falls ein Auto unerwartet aus der Seitenstraße ausbog wurde sofort die Waffe bereit gehalten. Die Familie war sehr sorgsam, da schon mal versucht wurde Denise Schwester zu entführen. Für mich ist das nichts, ständig in Angst zu leben, doch es ist interessant es einige Tage mal zu erleben. Die Wüste war wirklich toll, es gab sogar einige Dünen. Auf dem Rückweg wurden wir von knapp 20 Soldaten komplett untersucht, welche uns dann aber schnell gehen ließen. Abends wollten wir nach El Paso, der amerikanische Teil der Stadt, um Denise Bruder vom Flughafen abzuholen. Jedoch konnte ich nicht in die USA da ich für das Visafreie Reisen, mit dem ich in das Land wollte, mich in die Schlange von Menschen anstellen musste um nach einen grünen Visaschein für 90 Tage (Man bemerke, dass man fuer Visafreies Reisen ein Visa braucht) anstellen sollte und geschätzte 4 Stunden warten hätte müssen, was ich natürlich nicht tat. So kehrte ich um und fuhr zurück nach Hause wo es eine lange Grillfeier gab. Der nächste Tag war sehr entspannt und ich war eigentlich nur im Haus, im Pool oder Videospiele spielen. Am späten Nachmittag fuhren wir dann ins Stadion um das Spiel Juarez – Monterrey anzuschauen. Auf dem Weg zum Stadion hörte ich Geschichten der jüngsten Vergangenheit, dass Banden ihre Gegner ohne Gliedmaßen an Brücken aufgehängt hatten  oder in einer Schule den Kopf eines Opfers entfernten und ihnen durch einen Schweinekopf ersetzen. Langsam bekam ich Angst 😉 Denise Bitte im Stadion mein Monterrey Trikot zu tragen kam ich nicht nach, wohlüberlegt, da im Stadion beide Mannschaften in einen Blog untergebracht wurden und Fans mit Monterreytrikot regelmäßig mit Bierbechern beworfen wurden. Nach dem Spiel traf ich mich mit Anna, Jaja und Pepe, welche ich in Creel kennengelernt hatte und wir besuchten die Hochzeit eines Freundes von Pepe. Meine erste Hochzeit in meinem Leben. Da es eine Mormonenhochzeit war, gab es zu meiner Enttäuschung kein Bier… Eine Mexikanische Band kam später zu jeden Tisch und sang eine Reihe von Liedern. Als sie an unseren Tisch ankamen fragten sie mich nach einen Lied. Da ich mich in Mexikanischen Liedern überhaupt nicht auskannte, viel mir nur das Lied „La Cucaracha“ (Die Kakerlake) ein, was sie auch sangen (siehe Video). Der Sonntag war auch sehr entspannt. Wir schauten uns das Fussball Finale des Goldcups an, was Mexiko gegen die USA mit 5:0 gewann. Nach einen dicken Steak ging es dann auf die 17 Stunden lange Busreise nach Monterrey. Alles ist gut gegangen. Alles Prima. Ich hoffe, dass bei meiner zweiten Reise auch alles gut geht…

 

Sprung in den Sand

1. Mexikoreise: 6. Tag: Creel

Samstag, Juli 25th, 2009

Als ich mit dem Zug in Creel angekommen bin lagen 11 Stunden Fahrt hinter mir. Ich Suchte die erstbeste Herberge auf und hatte gleich ein Schnäppchen erwischt. Für 5 Euro teilte ich mir ein Zimmer mit 6 anderen Reisenden und hatte Abendbrot und Frühstück im Preis. Ich lieh mir daraufhin gleich ein Mountainbike aus und begann die Umgebung zu erkunden.  Dabei hatte ich riesig Spaß! Endlich mal wieder Mountainbiken. Der einzigste Schönheitsfleck war das sich ändernde Wetter. Wie aus dem nichts zog ein Gewitter mit tiefschwarzen Wolken auf. Meine Fahrt wurde jedoch zur Flucht vor dem Gewitter, erfolgreich nebenbei bemerkt. Jedoch musste ich ja irgendwann zurück… Ich traf Jose, einen angehörigen des indianischen Raramuri Stammes (Raramuri =  Die, die schnell rennen). Wir unterhielten uns auf Spanisch und er brachte mir in seiner Sprache Prost (sewiki) und Frau (Mokira) bei. Da er jedoch recht langsam war, was gegen die Raramuri spricht, holte uns der Regen 10 Minuten vor meiner Unterkunft ein und wir wurden Klatschnass. Bei Abendessen lernte ich Anna, Jaja (Beide aus Prag) und die Mexikaner Pepe und Adrian kennen, welche auch auf Reisen waren. Abends sind wir Billard spielen gegangen und ich wurd fuer den naechsten Tag eingeladen die Kupferschlucht und die Umgebung zu erkunden. So brachen wir am nächsten Tag um 8 Uhr auf und fuhren zu einem Punkt, von dem man eine herrliche Sicht auf die Canons hat. Ich stellte mich auch für ein Foto an der Felskante bereit um nachher zu erfahren, dass der Stein wackelte auf dem ich Stand. Nachdem wir uns mit einheimischen Essen gestärkt und viel Spaß hatten fuhren wir zum Elefantenstein, zu einen See, zum Frosch und zum Pilztal. Alle Punkte wurden nach Steinen benannt, die den Tieren und Pflanzen ähnlich sahen. Später verabschiedete ich mich von der Gruppe und wir verabredeten uns Samstag in Ciudad Juarez zu einer Hochzeit wieder zu sehen. So brach ich zu meine 10 stündige Reise gen Norden auf, welche von Musikanten im Bus versüßt und von einen Mann, welcher einen Sitz vor mir erbrach und beinahe meine Kameratasche getroffen hatte verbittert. Jedoch hatte ich viel Spaß im Bus. Auch den Film den ich mir ansah. 3 Paare machten einen Jachtausflug und gingen auf Hoher See baden und als alle im Wasser waren merkten sie, dass keine Leiter ausgeklappt war. Am Ende überlebten gerade mal zwei, nachdem sie auf die ideale Idee kamen (welche ich schon den ganzen Film hatte), eine Räuberleiter zu bauen um so ins Boot zu gelangen… Naja ich hatte meinen Spaß… Schaut euch die Fotos und Videos an und überzeugt euch selbst…

 

Creel

1. Mexikoreise: 5. Tag: Mit dem Zug durch die Kupferschlucht

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

Der 5. Tag meiner Mexikoreise begann sehr früh, nämlich um 4:15. Ich nahm ein Taxi zum Bahnhof und hoffte, dass es noch Tickets gibt. Eine halbe Stunde und zahlreichen Mückenstichen später hielt ich schließlich das Ticket in meiner Hand. Da im Reiseführer empfohlen wird auf der rechten Seite zu sitzen, bat ich den Fahrkartenverkäufer darum auf der rechten zu sitzen. Ich fand mich einige Zeit jedoch auf der linken Seite und entgegen der Fahrtrichtung wieder. Der perfekte Platz… Den Platz konnte ich jedoch tauschen und den Ausblick genießen. Nach 4 Stunden fahrt erreichten wir die Ausläufe der Kupferschlucht. Für die anschließenden 7 Stunden fahrt möchte ich die Bilder und Videos für sich sprechen lassen…

El Chepe

1. Mexicoreise: Tag 2 – 4: Zacatecas – Mazatlan

Mittwoch, Juli 22nd, 2009

Der 2. Tag meiner ersten Mexikoreise begann mit einer Bergwerksbesichtigung in Zacatecas. Die Miene war jedoch uebermaessig fuer den Tourismus dekoriert, sodass nur wenig vom Bergwerkscharm rueberschwappte. Einziges Highlight war das ueberaus stylische Haarnetz was man sich unter den Helm ueberstuelpen musste… Nachher haben wir (Jose, Marisol und Dena aus Mexico und Jason aus USA) uns nochmal die Stadt angeschaut und haben Mexikanisch zum Mittag gegessen. Anschliessend sollte es fuer mich schon weitergehen. Mein Bus sollte 14:30 abfahren. Mein Ticket dazu habe ich im Internet gekauft und musste daher noch zum Schalter um mein Ticket ausdrucken zu lassen. Naja ich war 14:25 am Schalter und der Mann sagte schon, dass es zu spaet sei doch irgendwie mit viel Glueck hab ich den Bus nach Durango bekommen. Dort wurde ich von einen anderen Couchsurfer Marco vom Busbahnhof abgeholt und abends sind wir fuer ein Bier in eine Kneipe gegangen. Da die Karte deutsches Bier anbot konnte ich dem nicht wiederstehen und habe erstmal ein kuehles Bittburger getrunken. Dazu kam im Fernsehn ein kurzer Bericht ueber den Sachsenring und dabei haben sie auch Dresden gezeigt. So fuehlte ich mich kurz wie zuhause 🙂 Danach haben wir noch einen anderen Couchsurfer aus Guetemala abgeholt und wir sind zur Ferria, sowas wie ein Rummel oder Kirmes in Mexikanisch, jedoch riesengross. Nachdem wir Autoscooter und den Schiessstand ausprobiert hatten sind wir noch in ein „Bierzelt“ mit mexikanischer Folklore eingerueckt und dann ging es auch schon nach Hause, da mein Bus um 8 Uhr frueh nach Mazatlan an die Pazifikkueste losfahren sollte. Im Bus unterhielt ich mich mit einer aelteren Frau, welche am Ende zu meinen Unmut mich nach etwas Geld gefragt hatte, was ich mit Schweigen beantworten wusste. Die 7 stuendige fahrt nach Mazatlan war sehr schoen. Der Bus fuhr durch endlosen Kurven zum Pazifik hinab und an den Fenstern konnte man den beeindruckenden Canyon beobachten. Leider war mein Sitzplatz auf der falschen Seite des Bus, sodass auf meiner Seite nur Felswaende zu bestaunen waren. Fuer viele Leute waren es auch eindeutig zu viele Kurven, sodass es im Bus zunehmenst nach erbrochenen roch. Kurz vor Mazatlan durchsurchte eine Gruppe von Soldaten den Bus nach Drogen, was sie aber auch lassen haetten koennen, da diese das Gepaeck zu ungruendlich durchsucht hatten, dass wenn man Drogen schmuggeln wollte, man es auch machen konnte. In Mazatlan bezog ich ein 5 Euro Zimmer im Hotel Mexiko und erkundete erstmal die Stadt am Pazifik, Mazatlan. Die 35 Grad und 100% Luftfeuchte machten es nicht einfach… Mein Plan war es Tickets fuer den Zug durch die Kupferschlucht in einen Reisebuero zu kaufen, da diese schnell ausverkauft waren. Die gute Frau im Reisebuero sagte, dass es moeglich waere, doch ich hatte die 35 Euro fuer das ticket nicht einstecken. So lief ich querr durch die Stadt zum hotel und ging zurueck zum Reisebuero. Dort ankommen erfuhr ich, dass der Zug zweiter Klasse nur Dienstag, Freitag und Sonntag faehrt und ich wollte Montag fahren. Schade, den der Zug erster Klasse kostet gleichmal das doppelte. Ich beschloss das Ticket vor Ort zu kaufen, da ich dadurch mir den Gewinn des Reisebueros sparen wuerde. Danach bestieg ich einen Berg auf dem der Leuchturm von Mazatlan stand. Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Stadt am Pazifik. Daraufhin lief ich bei Sonnenuntergang am Malekon, der Kuestenstrasse von Mazatlan, zurueck zum Hotel und freute mich schon auf ein naechtliches Bad im kuehlen Pazifik. Jedoch war das Wasser sowas von warm, dass ich kaum Abkuehlung fand. Den Abend liess ich mit einen kuehlen bier ausklingen, bevor eine schwuelwarme Nacht folgte, mit einen Gewitter, dass ich fast aus dem Bett fiel. Am naechsten Morgen brach ich frueh auf um meinen Weg zu einen Strand zu finden, an dem man angeblich Surfen konnte. Die Wellen entpupten sich doch als zu schwach und von Surfbrettern war auch weit und breit keine Spur. So erkundete ich fuer den Rest des Tages die Stadt und ging auf den riesen Markt im Zentrum etwas shoppen. Um 14:30 sollte mein Bus nach Los Mochis starten, von dem der Zug durch die Kupferschlucht abfaehrt. Jedoch war dieser Bus, typisch fuer Mexiko, eine Stunde zu spaet, sodass ich erst um 22 Uhr in Los Mochis ankam. Auf der Fahrt hatte sich ein Fahrgast in der Bustoilette eingeschlossen und versuchte vergeblich rauszukommen. Der ganze Bus lachte druebr und erst der herbei geeilte Busfahrer konnte den Mann befreien. Die ganze geschichte erinnerte mich an Matze, der damals auf dem Romer Flughafen in der Toilette mit der Tuer kaempfte… In Los Mochis wurde ich von den Couchsurfer Aldo abgeholt, der mich zu ein paar Tacos einlud und mir anschliessend ein billiges Hotel zeigte. Ich bereitete mich auf eine kurze Nacht vor, den am naechsten Morgen sollte es schon um 4 Uhr zum Bahnhof gehen…

Hier die Bilder:

http://picasaweb.google.com/captainmathi86/1MexikoreiseZacatecasDurangoMazatlan

1. Mexikoreise. Tag 1: Zacatecas

Samstag, Juli 18th, 2009

Da meine Firma Anfangs 5 Urlaubstage mir in Aussicht gestellt hatte und ich diese noch nicht genutzt hatte, komme ich jetzt in den Genuss 9 Tage durch Mexico zu Reisen bevor es nach weiteren 10 Tagen Monterrey auf die eigentliche Reise geht. Somit ging es heute morgen um 7 auf die 7 stuendige Reise in den Sueden nach Zacatecas, eine Stadt die durch den Silberhandel beruehmt wurde. Am Busbahnhof angekommen, versuchte ich erstmal den Mexikaner zu erreichen, der mir via Couchsurfing versprochen hat, seine Couch zur Verfuegung zu stellen. Jedoch war die Nummer falsch und so machte ich mich auf eigene Faust ins Zentrum und ins erstbeste Internetcafe um die Telefonnummer herauszufinden. 20 Minuten spaeter trafen wir uns. Jose , 24 Informatiker wohnt zusammen mit seiner Frau Marisol in der naehe des Busbahnhofs. Anschliessend fuhren wir etwas durch die Stadt um Mittagessen (um 17 Uhr) aufzusuchen. Anschliessend fuhren wir zum Cerro der Bufa, von dem man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Nach einen Kaffee im Zentrum ging es auch schon nach Hause, da alle Museen geschlossen haben. Hier teil ich mir ein Zimmer mit Dena (Mex) und Jerrsey(USA), ein paar, was auf der Reise nach Kanada ist. Morgen wollen wir die Silbermine besuchen sowie einige Museen. 14:30 geht dann auch schon mein Bus nach Durango, meine Nachstattion bevor es Montag nach Mazatlan an die Pazifikkueste geht. 

Fotos gibt es hier:
http://picasaweb.google.com/captainmathi86/1MexikoreiseZacatecas