Archive for the ‘Chile’ Category

Santiago de Chile

Samstag, September 20th, 2008

Gestern sind wir zum chilenischen Nationalfeiertag aus Valparaiso richtung Santiago aufgebrochen und konnten heute den Tag in Santiago bei schoenem Wetter und klarer Sicht geniessen. Ein Grund fuer die erste Grossstadt, die nicht im Smog erstickt ist wahrscheinlich der 2te Feiertag in Chile, an dem fast keine Autos und wenige Menschen auf den Strassen zu sehen waren! So hatten wir die Chance die Stadt ganz ohne Stress zu erkunden.

Gestern war Mathi und ich gleich nachdem wir angekommen sind noch bei einer kleinen Cheerleaderparty, nachdem ich vor einer Woche ueber Youtube Kontakt mit einem chilenischen Cheerleader aufgenommen hatte. Ein sehr schoener Abend und die Erkenntniss, das man mit diesem Sport immer und ueberall nette Leute kennenlernen kann!

Morgen geht es dann weiter nach Mendoza und danach weiter nach Buenos Aires.

Santiago bei Nacht

Cheerleading in Chile

Santiago de Chile

Valparaiso-ein kleines Paradies selbst im Winter

Donnerstag, September 18th, 2008

Nach ein paar schoenen Tagen in La Serena ging es ueber Nacht weiter nach Valparaiso…oder sollte es zumindestens gehen, aber der Bus liess auf sich warten, was einigen von uns viele Nerven kostete…dann kam er und los gings…nach 6 Stunden Schlaf waren wir da und fanden ein nettes kleines Hostel, wo wir uns gleich etwas heimisch fuelten…nach einer kurzen Pause begannen wir die Stadt zu erkunden Die Stadt liegt  am Meer, zieht sich aber auch auf die umliegenden Huegel hinauf, auf welche, fuer faule Dresdner,  rund 10 Standseilbahnen hinauffahren. Von oben hat man einen herlichen Blick auf die Stadt, den Hafen und das Meer. Nach einen Besuch im Marinemuseum ging es zu einem am Strand gelegenen Fischrestaurant, wo die leeren Maegen mit teilweise unbekanntem Fisch gefuellt wurden. Da die Sonne zu einem mittaglichem Bad im Pazifik einlud, wurde ein kleiner Stadtstrand gesucht und der Sprung ins sehr kalte Nass gewagt…Nach dieser Erfrischung und dem anschliessendem Sonnenbad ging unsere Stadterkundung weiter.

Nach einer erhohlsamen Nacht wurden wir von lautem Zaehlen geweckt, welches zum einstellen eines Mikrofons, auf der Strasse direkt unter unserem Zimmer, dienen sollte. Denn heute, fuer alle Geschichtsbanausen, wird in Chile die Unabhaengigkeit von Spanien gefeiert. Was unter anderem mit einer grossen Militaerparade vor unserem Hostelzimmer celibriert wurde.

Heute Nachmittag geht es weiter nach Santiago, wo die Feier bestimmt noch groesser ausfallen wird….

Standseilbahn zu den Huegeln

Blick auf die Stadt

Neugieriger

Spass in Valparaiso

Militaerparade vor unserem Fenster

Weiter gehts durch Chile!

Dienstag, September 16th, 2008

Nach einem kurzen Zwischenstop in Copiapo sind wir gestern in La Serena angekommen! Die Staedte werden euch wenig sagen, was aber auch nicht verwunderlich ist, da es hier nicht viel zu sehen gibt!
Heute waren wir den ganzen Tag in La Serena unterwegs und sind am Strand entlang gewandert, wobei uns die ganze Zeit ein streunender Hund verfolgt hat den wir „Holger“ getauft haben, wie jeden hund der uns verfolgt. Was hier nicht so selten ist, da es hier sehr viele streunende Hunde gibt, die einem immer mal wieder paar Meter hinter herlaufen.
Dann waren wir noch im Archäologie-Museum und im japanischen Garten, was sehr interessant und natuerlich sehr erwaehnenswert ist, da wir im Museum zum Beispiel auch einiges ueber die Osterinseln gelernt haben!
Jetzt sitzen wir noch im Internet-Cafe und werden heute nacht den Bus nach Valparaiso nehmen, was gleich neben Santiago liegt. Mit Santiago werden wir dann unseren Aufenthalt in Chile beenden und wieder nach Argentinien reisen!

Strasse teeren in Chile

Skat spielen im Park

Wandern am Strand

Gedanken…

japanischer Garten

Von heissen Quellen und Geysiren…

Sonntag, September 14th, 2008

Halb vier Uhr Nachts. Ein schriller Weckton reisst vier schlafende Weltentdecker aus den Schlaf. Ruhe. Keiner sagt etwas. Die morgenwaesche wird schweigend durchgefuehrt, auch wenn es kein fliessend Wasser gibt. Die Naechte muessen in der Wueste wohl so kalt sein, dass das Wasser gleich abgeschaltet wird… Naja also Zaehne putzten mit den Wasser aus der Trinkflasche. Gegen vier Uhr schwanken vier Morgenmuffel zu einen Transporter und steigen ein. Geredet wird wenig. Nur das noetigste. Der Transporter faehrt Runden durch das beschauliche San Pedro de Atacama und sammelt noch 5 weitere Turisten ein. Die Stadt wird verlassen und die vier mutigen schlafen allesamt ein, waehrend Der turiustenfuehrer versucht seinen Transporter durch die Dunkelheit auf staubigen und holprigen Wegen zu navigieren. Als die ersten die Augen oeffene sind bereits knapp 4300 Hoehenmeter ereicht. Langsam wird es hell und viele kleine Dampfsauelen zeigen sich am Horizont. Noch eine kurze Pause und die Weltenbummler schauen auf ein Bergkessel voller Dampsaeulen. Es ist kalt. Sehr kalt. Es ist halb sieben Uhr frueh, das termometer zeigt minus 8 grad und von der Sonne ist noch nichts zu sehen, obwohl keine Wolke am Himmel ist. Die vier Gestalten begutachten dick eingepackt die so seltsamen Wunder der Natur, bemerken schwefligen Geruch und stellen sich in den Dampf um etwas Waerme abzubekommen. Fotos werden geschossen. Ist dies das perfekte Motiv? Langsam haeufen sich die Flueche ueber die unertraegliche Kaelte. Erste bemerken das Nichtspueren der Zaehen. Doch helle Berggipfel bekunden, dass die Sonne nicht mehr lang brauchen wird um die halb Erfrorenen mit ihren heissen Strahlen aufzutauen. Nun geht es sehr schnell. Binnen Minuten lacht die Sonne und versucht mit aller Kraft die Umgebung aufzuwaermen. Der Transporter faehrt die inzwischen aufgetauten zu einen dampfenden Wasserloch. Schnell sind die Sachen ausgezogen und der koerper ins heisse Wasser manoevriert. Der schweflige Geruch stoert niemanden mehr. Es gilt nunmehr die waermste stelle zu finden, die Nase in die kalte, von Sonnenstrahlen aufgewaermte Luft zu stecken und zu geniessen, wie sich der Koerper ueber das wohl hoechst genommenen Bad aller Zeiten der 4 Hauptpersonen freut. Wieder Fluchen. Aus dem liebgewonnenen Wasser rauskommen ist verdammt schwer und sooo kalt. Aber es muss. Abschied wird genommen von Geysiren und heissen Quellen. Die Rueckfahrt gibt den Neugierigen nun das Preis was in der Dunkelheit verborgen blieb. Karge Mondlandschaft, mit weidenden Lamas umgeben von Volkanen und hohen Bergen. Die Umgebung bringt kleine Oasen, beschauliche Bergdorfer und Kakteenenlandschaften in das Sichtfeld der Reisenden, welche sich immer noch in einen wunderschoenen, nie enden scheinenden Traum fuehlen. Keiner wird geweckt, oder aus diesen Traum gerissen, denn das was die vier Gleucklichen hier erleben ist Wirklichkeit. Wirklichkeit die auf weitere Hoehepunkte wartet und diese auch bekommen soll…..

Ankunft im Unbekannten

Aufwaermen im heissen Dampf

Gezeichnet von der bitteren Kaelte

Erste Sonnenstrahlen

Eine horde Lamas

Into the Wild

Blick auf den Salzsee der Atacamawueste

Mitten im Nichts – San Pedro in der Atacama Wueste

Freitag, September 12th, 2008

Gestern Abend ging es mit einen Absoluten Nobelbus von Arica auf zu den 5000-Sehlen Wuestendorf San Pedro de Atacama. Der Bus lud durch seine ueberaus bequemen Sitze zum Schlaf ein, was jeder von uns auch ausgenutzt hat. Jedoch wurde dieser Schlaf bitterst unterbrochen, als wir aufeinmal halb vier uhr Nachts mitten im Nirgendwo in Chile aus dem Bus beordert wurden und unser Gepaeck mitnehmen sollten. Dann wurde der Bus und das Gepaeck einiger Personen von irgendwelchen Beamten gefilzt bevor uns der ueberaus freundliche Busfahrer wieder in de Bus verwies. Wir wussten in dem Moment nicht ob es ein Traum war, so kurios schien es uns das Mitten im Land eine Grenzkontrolle durchgefuehrt wird. Egal im halbschlaf ist man sowieso sehr folgsam und im Bus hat es keine 5 Minuten gedauert bis erneut der Schlaf uns ueberkam. Geweckt wurden wir von Sonnenaufgang ohne das wir etwas von den 2700 Hoehenmetern, welche wir befahren haben etwas bemerkt hatten.
In San Pedro de Atacama angekommen suchten wir ein Hostel, buchten wir die Rueckfahrt und liehen uns Fahrreaeder aus um die Umgebung unsicher zu machen. Wir bevorzugeten das Valle de la Luna (Tal des Mondes) was wir auch nicht bereuteten. Traumhafte bizzare Wuestenlandschaft geformt aus Wasser, Sand und Luft ueber Jahrtausende hinweg.
Stille – Nichts war zu hoeren aus das Atmen vierer mutiger Maennern welche einen weiteren Hoehepunkt der Suedamerikareise erleben sollten. Nach ca. 16km Fahrt durch einsame Strassen, Wueste, Schlucht wurde die Strasse zunehmends unbefahrbarer sodass wir uns entschlossen hatten dir Raeder bei Seite zu stellen um eine nahe gelegende Sandduenne zu besteigen. Auf die Frage von Matze, ob wir die Raeder nicht lieber anschliessen sollten erwiederte Marco nur kuehn und leicht ironisch, dass es schon besser waer, denn es koennten ja jeden Augenblick die Rumaenen aus den Loechern steigen um die Raeder zu klauen 🙂 Der Gipfel der Duene lud uns zu einen bezaubernden Landschaftsblick ein, welcher zu einigen lustigen Fotomotiven ausgenutzt wurde (siehe unten 🙂 ) Nachdem wir uns fuer ein Selbstausloeserbild mit Fahrreadern positioniert hatten, riss auch noch bei Tino nach einen schwungvollen Aufstieg aufs Rad die Hose. Fuer die restliche Zeit konnte alles Welt Tinos organgfarbende Unterhose bestaunen…
Anschliessend nahmen wir noch einen Umweg durch das Valle de la Muerte (Todestal), was einer engen Schlucht umhuellt von schroffen, rotgefaerbtenFelswand gleichkamm. Den Rueckweg nutzten wit um den Adrenalinspiegel zu erhoehen und rassten mit atemberaubender Geschwindigkeit durch Sand, Stein und Schotter. Zurueck auf der Strasse wollten zwei nicht gerade inteligente Strassenhunde mit uns spielen, vergassen jedoch auf den Verkehr Ruecksicht zu nehmen. Bei einen Blick zureck sah ich nur noch wie ein Hund von einen PKW angefahren wurde, sich mehrmals ueberschlug jedoch den Unfall mit nur leichten Blessuren ueberlebt hatte. Beide Hunde nahmen nun die Verfolgung auf uns auf. Wir tratten voller Ueberlebenswillen in die Pedalen und erreichten unbeschadet das Dorf. Nun ist Abendbrot angesagt und frueh ins Bett gehen. Denn morgen geht es um 4 Frueh zu den 4300 Meter hochgelegenden Geysiren um ein entspanndes Bad in den heissen Quellen zu nehmen. Mehr dazu vielleicht Morgen 😉

Felsen und Berge in der Atacamawueste

Mensch und Natur ganz unter sich

Matze mit erstaunlicher Staerke

Die vier Mountainbiker voller Unernehmenslust