Archive for the ‘Costa Rica’ Category

Ein Abstecher nach Panama

Mittwoch, September 30th, 2009

Panama hiess fuer uns erstmal Abschied nehmen. Da Patty noch etwas mehr Zeit hat Panama zu erkunden und die letzten Tage ihrer Reise gerne auf den Bocas del Toro verbringen wollte und ich mir eben diese auch anschauen wollte, gingen wir getrennte Wege. War schon etwas seltsam, schliesslich sind wir ja fast 7 Wochen zusammen gereist und wir haben echt viel erlebt und Spass gehabt. So fuhr ich zunaechst alleine auf die Inselgruppe in Panama, welche durch ihr Karibisches Flair mit Palmen, Strand und Co warb. Ich bezog ein Hostel und teilte mir mit 4 Leuten ein Zimmer. Abends lernte ich eine Gruppe Israelis kennen, mit denen ich Abendessen und auf Party war. Die Party war auf einer Nachbarinsel und wir mussten eines der unzaehligen Wassertaxis nehmen um zum Ziel zu kommen. Die Party ging echt richtig ab und wir hatten viel Spass. Am naechsten Morgen hatte ich mich fuer um 9:30 mit den Israelis verabredet um zu einer einsamen Insel zu fahren. Doch irgendwie kamen die nicht alle so aus dem Knick und so ging es erst 2 Stunden spaeter los. Dazu regnete es auf der Bootfahrt noch wie aus Kuebeln und wir wurden komplett nass. Nach einem Schnorchelstopp erreichten wir die Insel. Kurz vorher begleitete eine Gruppe Delphine das Boot. Auf der Insel angekommen, kam gleich die Sonne raus und wir hatten einen herrlichen Nachmittag. Eine knappe Stunde hatte ich gebraucht um die Insel zu umrunden und bin dabei auf 5 kleine Schildkroeten gestossen, welche gerade erst geschluepft waren und voll mit Sand und geschlossenen Augen zum Meer krabbelten… Nach Sandballspielen und lustigen Fotoshootings am Strand nahm uns das Boot wieder auf die 40minuetige Fahrt zurueck. Da ich neben den Kapitain sass und eben dieser irgendwas waehrend der Fahrt am Benzintank richten musste, durfte ich auch mal eine Minute das Boot lenken. Nach dem Abendessen war ich so muede, dass ich ein Nickerchen in der Haengematte gemacht hatte und als ich aufwachte war der Strom weg. So tastete ich mich irgendwie ins Bett und schlief tief ein. Am Morgen darauf leihte ich mir ein Surfbrett raus und liess mich mit den Wassertaxi zu einer mir empfohlenen Stelle fahren. Diese jedoch war voll mit Felsen und ich hatte schon sehr Angst dort zu Surfen, sodass ich nicht sooo viele Wellen nahm. Ein israelisches Paeaerchen am Strand ludt mich jedoch zum Bierchen ein und so konnte ich den Misserfolg verkraften. Nachmittag liess ich mich zu einer anderen Insel fahren und lief durch den Urwald zu einen herlichen Strand. Dort gabs auch geniale Wellen, doch das Surfbrett war nicht dabei. Dann kam ein dummes Pferd irgendwo aus den Wald und stellte sich einfach so an den Strand und machte ne halbe Stunde nix. Wollte warscheinlich nur die Wellen anschauen. Zurueck gings wieder durch den Dschungel, begleitet von tropischen Vogelgeraeuschen. Abends unterhielt ich mich noch mit einer Schweizerin, welche in mein Zimmer neu eingezogen war. Ihr Mitteilungsbeduerfnis war unerschoepflich und so sprach sie noch um 1 weiter, obwohl ich schon einige male eingeschlafen war. Am naechsten Morgen gings schon sehr frueh los um aufs Festland richtung Costa Rica zu fahren. An der Grenze gewann ich eine Stunde auf Grund der Zeitverschiebung, welche ich fuer das Buswarten nutzte. Der Bus fuhr mich dann 6 Stunden zur Hauptstadt Costa Ricas, San Jose. Auf der Fahrt kam 5 mal ein Grenzbeamte rein und fragte nach den Pass, was nach einer Weile echt nervte. Im Hostal freundete ich mich mit 3 Deutschen und einen Oestereicher an, welche sich alle untereinander auch nicht vorher kannten und nachdem wir echt guten teuren Rum getrunken hatten, machten wir nochmal das Nachtleben von San Jose unsicher. Der erste Club war zwar recht voll, aber nach einer Weile wollten wir etwas neues sehen. Der zweite Club war eine Tabledance-Bar, was wir natuerlich vorher nicht wussten. Daher gings schnell in den naechsten Schuppen, in dem wir die einzigsten Gaeste waren. Ich nutzte die freie Tanzflaeche um einer Deutschen Salsa beizubringen und dann gings auch zurueck ins Hostal. Heute hab ich mir zusammen mit der Deutschen etwas die Stadt angeschaut und hatte grad noch mit zwei anderen Deutschen (also hier gibts echt soooo viele Deutsche) ein echt cooles Gespraech..

Jetzt ist alles gepackt. Morgen geht mein Flug 9:30 nach Santo Domingo, wo ich noch einmal knapp 5 Tage bleiben werde um meine Freunde zu besuchen. Und dann gehts auch schon nach Hause. So Surreal. Doch ich freu mich auch schon…

Das Leben in Costa Rica

Montag, September 28th, 2009

Jetzt muss ich doch euch dringend ueber das Leben in Costa Rica erzaehlen, obwohl ich schon sehr speat dran bin… Also alles fing an, dass wir frueh mit dem Chickenbus von Nicaragua zur Grenze von Costa Rica aufgebrochen sind. Als wir den Bus gewechselt hatten, gab der Buseinlader Patty so ein dollen Schubs in die Tuer, dass sie sich erstmal ordentlich den Kopf eingehauen hatte… Aber so ein Schlag auf den Kopf soll ja angeblich helfen… An der Grenze angekommen ging es auf der Seite Nicaraguas sehr schnell voran aber auf der Seite Costa Ricas erwartete uns eine 100 Meter lange Schlange. Wir mussten 2 Stunden warten bis wir einreisen konnten, begleitet von einer Lautsprecherdurchsage, welche sich alle 2 Minuten wiederholte. Dies steigerte mein Wutpegel und ich schwoere nach einer Stunde laenger in der Warteschlange waer ich Amok gelaufen… Dann fragten wir, wann den der naechste Bus kaeme. „15 Minuten“ war die Antwort. Puenktlich 1 Stunde spaeter nam uns dann der Bus schliesslich auf und wir konnten unserer Reise fortsetzen. Der naechste Bus war sehr laut. Richtig laut. Ich sass dummerweise genau ueber den Motor des Bus, was den Laermpegel nur noch voran trieb.. Irgenwann setzte ich mich wuetend um. Nach wir uns nach 3 Stunden wunderten warum der Bus mitten im Wald (es regnete auch noch wie aus Kuebeln…) anhielt, da erfuhren wir, dass wir bereits an unseren Zielort vorbei gefahren sind und das der Bus in 20 Minuten wieder zurueck faehrt. Puenktlich 40 Minuten spaeter heulte erneut der Motor auf und irgendwann erreichten wir auch unser Hostel, welcher richtig toll war. Abends hollten wir irgendwo die Kraft her auf Party zu gehen und tanzten durch die Nacht, begleitet zu Musik der 80er. Am naechsten Tag gingen wir nach einen teuren Fruehstueck Surfen wobei wir um 5 Dollar zu sparen, das Surfboard den Kilometer zum Strand trugen und ich um mal nett zu sein das Board von Patty mir unter den anderen Arm klemmte. Das Surfen ging ganz gut, leider verpasste ich den unglaublig lustigen Moment, als eine grosse Welle ueber Patty schwappte, welche grad sich am Strand vom Surfen erholte. Wir freundeten uns mit den Schwimmmeister an, welcher an diesen Tag auch einen aus dem Wasser holen musste. Am naechsten Tag fuhren wir schon sehr frueh los um in die Berge zu kommen. Der Bus war soooo langsam. Schliesslich setzte der Busfahrer uns mitten in der Pampa aus und meine, hier kommt der Bus nach Monteverde, der unser naechstes Ziel in den Bergen und des Regenwald Costa Ricas sein sollte. Der Mann im Tante Emmaladen sagte uns, dass der naechste Bus erst in 4 Stunden kommt. So vetrieben wir uns die Zeit und ich machte mir die Freude eine faule Sau, welche im Dreck lag (also wirklich ein Schwein), mit Steinen zu bewerfen. Nach 20 Minuten nahm uns ein vorbeikommender Minibus mit und wir gaben den Fahrer ein kleines Trinkgeld. Auf der Fahrt konnten wir bis auf den Pazifik sehen, was sehr beeindruckte. Nach dem wir es im Hostal gemuehtlich gemacht hatten wanderten wir einfach mal drauf los. Auf den Rueckweg ludt uns eine Amerikanerin zu einen Kaffe ein und zeigte uns ihre Luxusbaumhaeuser. Am naechsten Tag fuhren wir in dern Regelwald, oder auch Wolkenwald genannt. Wie es sich fuer einen Regen, bzw. Wolkenwald gehoert gab es viele Wolken und ab und zu mal Regen. Wir sahen eine reiche Flora und Fauna und schwungen uns an einer kraeftigen Liane durch den Urwald. Als wir an den Hostal angekommen sind, wurde gerade eine kleiner suesser Hund totgefahren, was sehr traurig war… Am naechsten Morgen ging es schon halb sieben los um mit Zwischenstop in der Hauptstadt San Jose an die Karibikkueste zu fahren. Unser Hostel dort in Puerto Viejo wechselten wir nach einer Nacht, da es viel zu Hippie war und die Frau an der Rezeption extrem unfreundlich war. Unsere naechste Unterkunft war von einer Deutschen. Diese hatte den Schluessel nicht mehr gefunden, nachdem unsere Sachen schon im Zimmer waren und die Tuer ins Schloss gefallen ist. Der unglaublich schlaue Handwerker und Rastamann stieg anschliessend ueber die Decke vom Klo ins Zimmer um die Hintertuer von Innen aufzumachen. Der Informatikstudent Mathias Vatterodt nutzte die Messer-Brecheisen Kombination um Schadensfrei die Vordertuer aufzumachen. Ohne Worte. Wir liehen uns Fahrraeder aus, ohne das ich Patty dazu ueberreden musste. Mit diesen fuhren wir zu einen fernen Strand und ruhten uns aus. Nach einer Zeit erpackte mich die Langeweile und ich begann Krabben zu fangen und diese dann auf die schlafende Patty zu legen…hehe Abends wollten wir eigentlich auf Party gehen, aber der Ort hatte ausser Bars nix zu bieten. Einen Rastamann besiegte ich haushoch im Tischfussball, was mir genug Genugtuhung gab. Abends schliefen wir dan in der Haengematte ein und ich musste beim Aufwachen feststellen, dass ich nach einen kraeftigen Schluck von meinem Rum-Cola Glas erschreckend viele Ameisen in meinem Mund hatte und das Glas ebenso voll war… Am folgetag ging Patty weiter Surfen und ich machte mit dem Fahrrad den Kuestenabschnitt unsicher. Eigentlich wollte ich dann Patty Surfversuche auf Kamera festhalten, jedoch merkte ich, nachdem ich die 2 Kilometer vom Surfstrand zur Unterkunft gefahren bin um die Kamera zu holen, dass ich nicht im Besitz des Zimmerschluessels war… Dumm gelaufen. Der letzte Tag in Costa Rica fuer uns beide begann sehr regnerisch, sodass wir ein Taxi zur Busstation nehmen mussten. Der charmante Taxifahrer liess nur per Knopfdruck den Kofferraum oeffnen um uns das Rucksackreinpressen ueberliess, wobei wir gleich richtig nass wurden… Dann gings zur Grenze von Panama…

Bilder von Costa Rica hier (sind nicht alle…) Bilder von Nicaragua gehen jetzt auch!

Im Wolkenwald von Costa Rica