Archive for the ‘Guatemala’ Category

Honduras

Samstag, September 12th, 2009

Nachdem ich das erste mal in meinem Leben einen aktiven Vulkan gesehen hatte und bis auf einen Meter ab die Lava rangekommen bin, hiess es am Folgetag ersteinmal um halb 6 aufstehen um einen sogenannten „Chickenbus“ nach Guatemala Stadt zu nehmen. Ein Chickenbus ist ein bunt bemalter ausgedienter Schulbus aus den USA, welche in ganz Guatemala verkehren. In Guatemala Stadt kamen wir natuerlich am komplett falschen Ende an und mussten ersteinmal ein Taxi nehmen, welches uns zur naechsten Busstation fuhr. Dort angekommen, wurden wir von einer Menge Koffertraeger umzingelt welche uns die Rucksaecke regelrecht aus der Hand rissen und zum Bus brachten. Im Bus waehlten wir die erste Reihe um zu sehen wo wir den hin fahren. Dies hat sich als Achterbahnsitz rausgestellt, den nach einer Weile wollte man eigentlich nur noch nach unten schauen. Von den ueblichen riskanten Ueberholmanoevern mal abgesehen, vielen wir in fast jeder zu stark genommenen Kurve fast vom Sitz und mussten den Busfahrer, welchen wir nur noch „Das Tier“ genannt hatten, beobachten, wie er bei der Fahrt ein halbes Huehnchen ins sich reingeschlungen hat und jeden Knochen fein abgeknaubelt hat. Die Busfirma hiess im uebrigen „Guerra“, uebersetzt „Krieg“. Und nachdem sich der Bus regelmaessig rennen mit einen anderen Bus geliefert hat, wussten wir auch warum. Wir benoetigten 2 weitere Kleinbuse um an die Grenze zu Honduras zu kommen. Wobei wir jedoch beim letzten in zusammen mit 23 Menschen in einen Kleinbus sassen, welcher fuer 15 Menschen ausgelegt ist und indem wir graden mal unseren Kopf bewegen konnten. In Honduras bezogen wir zuerst die kleine Grenzstadt Copan, welche durch ihre Mayaruinen und kleinen Pflastersteinstrassen bekannt war. Abends bestellten wir in einem Restaurant Nudeln und da es kein Bier auf der Karte gab, gingen wir erstmal zum naechsten Tante Emma Laden um unser Getraenk selber zu holen. Auch mal anders.
Am naechsten morgen ging es auch schon um 6 mit den Bus Richtung Utila, einer der Bay Inseln im Sueden Honduras. Die nur 1 Stuendige Faehruberfahrt war teuer und mit sehr welligen Seegang verbunden. Waehrend ich das schaukeln fuer einen Mittagsschlaf nutzte, musste Patty sich anstrengen sich nicht zu uebergeben. Auf der Insel angekommen bezogen wir ein Zimmer in einem Apartmentkomplez welche mit einen grossen Pool warb. Der Pool wurde jedoch gerade restauriert, dafuer lud uns Johan aus Honduras zu einen Bier in seinen Tauchladen ein und wir genossen den stillen Abend. Am naechsten Tag haben wir uns ein Kayak ausgeliehen um zu einen Strand zu fahren. Anschliessend fuhren wir mit dem Boot zu zwei Korallenriffen um 2 mal 45Minuten in ca. 10 Meter Tiefe zu Tauchen. Die Unterwasserwelt war so beeindruckend, dass wir fuer den naechsten Tag gleich 2 weiter Tauchgaenge planten. Zurueck im Tauchladen angekommen, meinte einer, dass in der Naehe Delfine sind und wir schnell aufs Boot mit unserer Schnorchelausruestung springen sollten. Und wir hatten tatsaechlich Glueck und konnten fast 20 Minuten mit einer Gruppe von fast 15 Delfinen zusammen Schnorcheln. Abends zogen wir unsere Mexiko-Shirts an un setzten unser Mexiko-Huete auf, den Mexiko spielte in der WM-Quali gegen Honduras. Nachdem uns jeder auf der Insel zuerst beschimpfte, gingen wir ohne unsere Huete in die Kneipe um das Spiel zu sehen, was trotzdem nicht viele davon hinderte ueber uns zu Schimpfen. Jedoch war immer viel Spass dabei und wir fuehlten uns sehr sicher. Mit 2 anderen Mexikanern feierten wir nur kurz den Sieg Mexikos, da es ja am naechsten Morgen schon sehr frueh zu den naechsten Tauchgaengen gehen sollte. Dazu fuhren wir erstmal fast um die ganze Insel, wobei Patty wieder Seekrank wurde. Dafuer wurden wir wieder durch die einzigartige Unterwasserwelt von der Karibik entschaedigt. Nach den Tauchgaengen gabs Mittag, wobei die Koechin nach einer Weile erst nochmal mit dem Roller losfahren musste um weitere Zutaten zu besorgen. Nachmittags lieh ich mir dann ein Fahrrad aus, um etwas die Insel zu erkunden. Patty bevorzugte hingegen den Strand. Die Gangschaltung vom Fahrrad musste ich erstmal mit einem Stein fixieren, bevor es ohne Probleme losging. Jedoch auch ohne Wasser, was mir mitten im Palmenwald, 30 Minuten von der Stadt einfiel. Ich stiess auf dem Flugplatz der Insel auf eine Frau, die den ganzen Tag dort sitzt. Sie gab mir etwas Wasser und gab mir Wegauskunft und meinte noch, dass es eigentlich besser ist, nicht alleine hier unterwegs zu sein, da ab und zu ein Flugzeug voll mit Drogen hier landetet und viele Banditen dann hier sind. Aber heute sollte nix kommen und so setzte ich die Fahrt fort, um vom hoechsten Punkt der Insel, dieselbige zu Ueberblicken. Dabei wurde ich von einen riesen Mueckenschwarm verfolgt und musste maechtig in die Pedalen tretten um denen zu entkommen. Abends war nur noch ein gemuetliches Abendessen drin, denn morgens setzen wir schon um 6 mit der Fahere zum Festland ueber. Nach einer nie enden wollenden Busodysee durch Honduras erreichten wir um 6 Abends die Grenzstadt zu El Salvador und haben beschlossen noch eine Nacht in Honduras zu verbringen, da wir nicht mitten in der Nacht in der Hauptstadt El Salvadors ankommen wollten. Nach einen fettigen und nicht leckeren Abendbrot versuchten wir muehsam auf dem Bett, auf dem wir jede Bettfeder merkten, einzuschlafen. Begleitet durch schraeges Singen der angrenzenden Karaokebar und LKWs die explodieren scheinten, fiel uns das recht schwer, trotzdem sammelten wir die Kreafte um am naechsten Tag nach San Salvodor zu fahren. Fortsetzung und Bilder folgen…    

Vom Dschungel zu Vulkanen

Sonntag, September 6th, 2009

Das Shuttle nach Lanquin im mitten des Dschungels Guatemalas sollte uns um 9 abholen. Knapp um 10 verliessen wir dann endlich Flores. Zentralamerikanische puenktlichkeit also 😀 Im Minibus ging es dann 7 Stunden Richtung Sueden. Ich hatte wohl glaub den genialsten Platz. Der Notsitz, welcher meinem Ruecken eine andere Statur gab und eine Beinfreiheit wie im Vogelzuchthaus bot. Mit eine Autofaehre, was eigentlich nur ein riesen Flos war, betrieben mit vier Motorbootmotoren an jeder Ecke, ueberwunden wir auch einen Strom, welcher uns dem Weg abschnitt. Nach langen 7 Stunden kamen wir dann in Lanquin an. Wir wussten natuerlich nicht, dass Lanquin nur ein Ort mit 15 Haeusern, natuerlich auch ohne Geldautomat war. So musste Patricia die naechsten Tage von meiner Brieftasche leben.. Unser Hostal war ganz nett. Wir bezogen die Dachetage einer Holzhuette mit Strohdach, welche als Tuer ein Tuch hatte. Naja das ging so fuer 2 Tage… Zuerst machten wir einen Ausflug in eine Hoehle. Der Fuehrer brachte uns auf glitschigen Untergrund zum tiefsten Punt der Hoehle und zeigte uns diverse Gesichter in der Wand. Zum Schluss verliessen millionen Fledermaeuse die Hoehle, was sehr beeindruckte. Am naechsten Tag fuhren wir auf der Ladeflaeche eines Pickup tiefer ins Gebirge zu natuerlichen Wasserbecken, welche durch ihr turkises blau unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Nach unendlichlangen Planschen im Pool ging es dann noch zu einer Bruecke, von der ich unbedingt die 9 Meter mal in die Tiefe springen musste :D. Von einer Schwingschaukel sprang ich dann einer anderen Stelle auch nochmal ins Wasser, was den Besitzer sehr erregte. So fluechteten wir zurueck zu unserem Hostal. Der Tag endete mit einer Party im Hostal und naechtlichen Mondscheinbaden im reisenden Strom, in dem mich nur ein Seil vom Wegspuelen rettete. Am naechsten Morgen gings wieder mit dem ungemuetlichen Minibus weiter nach Sueden, nach Antigua. Antigua ist eine kleine Stadt umgeben von 3 grossen Vulkanen im Hochland von Guatemala. Gestern schauten wir uns dann die ganze Stadt in Ruhe an und gingen auf zahlreichen Maerkten shoppen. Heute wollen wir einen noch aktiven Vulkan besteigen. Mal sehen was uns da erwartet…

Bilder gibts wie immer hier:

 

Sprung ins Wasser

Happy People Never Die…. In Belize

Mittwoch, September 2nd, 2009

Am 27.08 war es soweit. Nach fast 4 Monaten Mexiko hiess es mal wieder Adios. Aber Hallo zu Belize! Schon kurz nach der Grenze merkten wir, dass das Land schon krass anders ist. Wir fuhren mit einer kleinen Ausgabe eines Amerikanischen Schulbuses nach Corozal und wollten die 15 Uhr Faehre zur Isla Bonita, nach San Pedro nehmen. Die Imbissbudenbesitzerin, bei welcher wir die Wartezeit auf die Faehre verkuerzten, musste sich erstnal eine halbe Stunde ueber einen betrunkenen Penner totlachen bevor sie zum WC rannte, da ihr vor lauter lachen Schlecht geworden war, was wiederum andere Belizianer amuesirte! Anschliessend gingen wie 5 vor um 3 zur Faehre. Der Bootsfuehrer musste uns jedoch erstmal sagen, dass es erst um 14 waere, da Belize keine Sommerzeit hat. So hatten wir eine Stunde Zeit die Stadt anzuschauen. Alle Einwohner von Belize sind super bequem. Man sollte meinen, dass sie den ganzen Tag nix machen. Englisch ist die Hauptsprache und alle sagen dir auf der Strasse Hallo. Sehr freundliches Volk. So nahmen wir das 2 Stunden Boot nach San Pedro. In der Stadt verkehren Hauptsaechlich Golfwagen und Fahrraeder, was der Stadt ein gemuehtliches Flair gab. Am naechsten Tag wollten wir eigentlich Schnorcheln gehen, jedoch plagte Patricia die Schweinegrippe 😀 sodass wir dies verschieben und statt dessen am Strand liegen mussten. Am Abend fuhren wir zur deutlich guenstigen Nachbarinsel Caye Cauker wo uns ein Rastamann zu sehr gemuetlichen Huetten direkt am Meer fuehrte. Auf dem Weg gab uns das Schild „Go Slow“ (Geh Langsam) den Hinweis das leichte Leben auf Caye Cauker zu geniessen. Am naechsten Tag machten wir schliesslich den Schnorcheltrip da es Patty wieder etwas besser ging. So schnorchelten wir zusammen mit Seerochen, Hammerhaien, Schildkroeten, Moraennen und endlos vielen Tropenfischen inmitten eines traumhaften Korallenriffs. Auf dem Weg daheim sagte uns noch ein Rastamann „Happy People never die“ (Glueckliche Menschen sterben nie) und hiess uns endgueltig im wohl entspanntesten Ort der Welt willkommen. Am Abend wollte ich eigentlich nur kurz in den Ort ein Bier holen gehen, bin aber im Tante Emma Laden Haengengeblieben. Dort spielten einige Belizianer Poker und ich versuchte mein Glueck. Ich verliess den Laden mit 10 Euro und 2 Bier mehr und ging zusammen mit einer Gruppe Reisender aus aller Welt welche ich auf dem Nachhauseweg getroffen hatte in eine Disko nach 2 Stunden tanzen. Patricia war etwas sauer, dass ich fast 4 Stunden Bier holen war und sie sich schon Sorgen gemacht hatte…Ups 🙂 Am naechsten Tag hiess es also auspannen und ausnuechtern, am Strand liegen, von Muecken stechen, wobei diese mehr Patricia bevorzugen und mich sogut wie verschonen. Was fuer ein Glueck 🙂 Abends traffen wir noch ein paar Deutsche, welche wie 3 Wochen vorher in Mexico Stadt getroffen hatten und gingen in eine Raggeabar in der uns ein betrunkener Fischer seine Geheimnisse vom Langustenfischen bekannt gab. Ganz frueh morgens fuhren wir dann mit dem Boot zurueck zum Festland nach Belize City, welche sehr dreckig und nicht sehr besonders war. So nahmen wir den naechsten amerikanischen Schulbus nach San Ignacio, im Westen von Belize. Dort wurde kurzer Hand entschlossen am selbigen Tag nach Guatemala zu fahren, da Belize zwar schoen, neu und sicher war aber auch extrem teuer ist. Ein kleines Bier kam da schon mal 2Euro was einfach mal zuviel ist… Auch bei der Ausreise mussten wir erstmal 15 Euro bezahlen. Nach der Grenze nahmen wir einen Minibus nach El Remato inmitten von Guatemala. Auf dem Weg sprangan ab und zu Strassenarbeiter auf dem Bus um ihren Fussweg zu verkuerzen. In El Remato hatten wir eine kurze Nacht, da uns bereits 5:30 der Bus zu den sagenumwoben Tikalruinen brachte. Dort machten wir spontan eine Tour mit und sahen neben spektakulaeren Mayaruinen viele Affen und Schreiaffen, Tukane, Vogelspinnen, Nasenbaeren und viele viele Voegel.

Man fuehlte sich tief im Urwald wie eine Spanischer Entdecker, welcher auf die lang verschollen gegaltenen Ruinen stiess. Heute haben wir eine nette Uebernachtungsmoeglichkeit in Flores, einer halbinsel auf einen grossen See, bovor es morgen in den Sueden von Guatemala geht…

&nbsp,

Fotos gibt es hier…